Wissenswertes


Weitere Namen

Schwarzeiche (D,A)

Besonderheiten

Besondere Form des Eichenholzes

Lateinische Namen

Quercus spp

Herkunft

Europa, besonders Mitteleuropa

Beschreibung

Die Mooreiche ist keine eigene Holzart, vielmehr handelt es sich um Eichenstämme, die über Jahrhunderte in Mooren und Sümpfen gelegen haben und beim Trockenlegen dieser Gebiete gefunden werden. Die Gerbsäure des Eichenholzes geht mit den Eisensalzen des Wassers eine Verbindung ein, wodurch das Holz sehr hart wird und sich stark verfärbt. Die Verfärbung geschieht teilweise sehr unregelmäßig und variiert von hellgrau über dunkelgelb, dunkelbraun, blaugrau bis tiefschwarz. Stämme werden bis zu 20 m Länge und 1,3 m Durchmesser gefunden. Das Alter der subfossilen Eichen liegt zwischen 600 und 8500 Jahren.

Eigenschaften

Die Darrdichte beträgt ca. 0,58 bis 0,73 g/cm3, die Rohdichte beträgt ca. 0,62 bis 0,76 g/cm3. Mäßig schwindent. Härte, Gewicht und Bearbeitbarkeit in Abhängigkeit vom Fundort und Alter schwankend.

Bearbeitung

Mooreiche lässt sich noch gut sägen, hobeln, fräsen, bohren, messern, schleifen und drechseln. Schrauben sollten vorgebohrt werden.

Haltbarkeit

Nicht Witterungsfest. Mässig beständig gegen für Pilz- und Insektenbefall.

Verwendung

Rissfreie und saubere Furniere für hochwertigsten Möbel- und Innenausbau.


(Quelle: www.holz.at)


Namen und Verbreitung:

Der Name 'Mooreiche' steht für Altholz, über Jahrzehnte, bisweilen Jahrhunderte im Moor oder unter Wasser gelagertes Eichenholz. Oft zufällig gefunden, werden diese, "wiederentdeckten" Stämme gehoben und holzwirtschaftlich verwertet. Mooreiche ist botanisch identisch mit den bekannten heimischen Eichenarten, etwa der Stieleiche (Quercus robur) und der Traubeneiche (Quercus petraea). Ihr Aufkommen ist begrenzt.

Holzbild:

Splint- und Kernholz aufgrund der Wasserlagerung braun bis schwarz. Ansonsten anatomische Merkmale wie bei den oben beschriebenen Arten: grobe Poren, in sogenannten Halbringen angeordnet. Auffällig breite Markstrahlen, die besonders auf Radialschnitten deutlich sichtbar werden. Dekoratives Holz mit prägnanter gestreiften bzw. gefladerten Zeichnung.Das Holz ist durch den Alterungsprozess verfärbt, nicht aber chemisch abgebaut. Häufig rissig.

Eigenschaften

Mittelschweres Holz. Das spezifische Gewicht wird bei einer Holzfeuchte von 12% mit ca. 0,72 t/m3 angegeben. Das Schwindmaß von saftfrischem Holz auf u=12% wird mit 4,0% radial und 7,5% tangential angegeben. Die Formbeständigkeit von Eiche ist gut, ein traditionell für formbeständige Arbeiten einsetzbares Holz. Eiche ist mit allen Werkzeugen gut zu bearbeiten; es werden glatte Flächen erzeugt. Das E-Modul liegt bei 13.000 N/mm2. Die Brinellhärte wird mit 34 angegeben.

Das Kernholz von Eiche ist in die Resistenzklasse 2 eingestuft, allerdings spielt die Dauerhaftigkeit bei Mooreiche keine Rolle, da das Holz nur im Innenbereich verwendung findet.

Verwendung

Ausstattungsholz, Drechslerware, Furniere


Referenzen:

Informationsdienst Holz (1998) Einheimische Nutzhölzer und ihre Verwendung

WAGENFüHR (1996) Holzatlas

Hinweis: nach neuesten Erkenntnissen, jedoch unter Ausschluß jeglicher Haftung


(Quelle: www.espen.de)